Bereits seit dem Mittelalter gibt es verschiedene Konstruktionen, die Staub entfernen sollten, meist jedoch auf dem Prinzip der Kompression. Doch die Erfindung des ersten elektrischen Staubsaugers im Jahre 1901 geht auf den englischen Ingenieur Hubert Cecil Booth zurück, der entgegen der Vorläufergeräte für sein Modell das Prinzip des Staubeinsaugens statt des Staubwegblasens verwendete.
Für die Reinigung musste dieses Gerät jedoch aufgrund seiner riesigen Saugpumpe auf einem Pferdefuhrwerk von Haus zu Haus gezogen und die langen Schläuche durch die Fenster gezogen werden. Auch andere von Booth Erfindung angeregte Modelle waren vorerst riesengroße Maschinen, die im Keller installiert wurden und mit einem Schlauchsystem verbunden waren. Erst 1908 entwickelte James Murray Spangler, ein Haus-meister in Ohio, einen tragbaren Staubsauger, der anstatt einer Vakuumpumpe einen kleineren Ventilator einsetzte.
Spangler verkaufte seine Erfindung an den Fabrikant William H. Hoover, der ihn dann in Serie bauen ließ. Diese Serienherstellung und natürlich die Stromnetzanbin-dung der Haushalte waren verantwortlich für die Verbreitung der Staubsauger. Er gelangte ab den 20er Jahren in den USA und ab 1930 auch in Deutschland in privaten Gebrauch - zunächst jedoch noch als Luxusgegenstand.
Einen sprunghaften Anstieg der Haushalte mit Staubsauger ist in Deutschland ab den 50er Jahren auszumachen, als der Teppichboden den Parkett ersetze und das Staubsaugen erforderlich machte und der Staubsauger auch zu einem für den Normalverbraucher erschwinglichen Preis zu haben war. Der Verkauf von Haus zu Haus durch Staubsaugervertreter begann. Heute gehört der Staubsauger zu der Standardaus-stattung eines Haushaltes und ist mittlerweile in verschiedensten Variationen erhältlich. Allein in Deutschland gibt es 100 verschiedene Hersteller von Staubsaugern.





